Modellprojekt
Gerontopsychiatrische
Vernetzung in der Region
Main-Rhön

 

Krankheitszeichen

Jeder Mensch verspürt manchmal in seinem Leben Angst. Angst gehört zu den existenziellen Erfahrungen des menschlichen Lebens. Betrachtet man die Entwicklungsgeschichte des Menschen, so dürfte die Angst zu den ältesten Empfindungen gehören. Denn sie ist für das Überleben des Menschen sinnvoll und nützlich. Sie warnt ihn vor gefährlichen Situationen und hilft, diese zu vermeiden.
Da es sich um ein entwicklungsgeschichtlich sehr altes Gefühl handelt, ist Angst ein sehr körpernahes Empfinden. Das heißt, Angst geht mit vielen körperlichen Veränderungen wie zum Beispiel Herzklopfen, Schwindel, Schwitzen, Druck im Magen oder Muskelzittern einher. Deshalb glauben viele Betroffene, dass sie an einer körperlichen Erkrankung leiden und nicht an einer psychischen Störung. Sie suchen deshalb häufig einen Arzt auf, um die vermeintlich körperliche Erkrankung behandeln zu lassen. Kann der Arzt keine körperliche Ursache finden, sind sie oft enttäuscht oder fühlen sich nicht ernst genommen.