Modellprojekt
Gerontopsychiatrische
Vernetzung in der Region
Main-Rhön

 

Ursachen von Angststörunge

Bei der Entstehung von Angststörungen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Es erscheint wahrscheinlich, dass bei den Betroffenen eine erhöhte Angstbereitschaft besteht. Zu dieser erhöhten Angstbereitschaft können äußere Faktoren hinzukommen wie zum Beispiel traumatische Kindheitserlebnisse, ungünstige Erfahrungen im Laufe des Lebens oder Belastungen wie Trennung oder Ehescheidung. Auch Modelllernen an Angehörigen, die ebenfalls an Ängsten leiden, kann zur Entstehung einer Angststörung beitragen.
Treten Angstzustände in bestimmten Situationen auf, zum Beispiel im Supermarkt oder in Aufzügen, so bekommen diese an sich harmlosen Situationen den Charakter von Hinweisreizen. Das heißt, das Betreten dieser Orte oder allein der Gedanke daran genügt, um Angstzustände auszulösen. In diesem Fall spricht man von Konditionierung.

Neben Umwelteinflüssen und psychologischen Faktoren gibt es Hinweise, dass auch biologische Faktoren bei der Entstehung von Angststörungen eine gewisse Rolle spielen. Es scheint, als wenn das Zusammenspiel verschiedener Botenstoffe im Gehirn (so genannte Neurotransmitter) gestört ist. Zu diesen Botenstoffen zählen das Serotonin und das Noradrenalin. Die Forschung steht noch am Anfang, um die Zusammenhänge zwischen körperlichen und psychischen Ursachen der Angststörungen zu verstehen.