Behandlung
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Behandlungsmethoden, die bei Menschen mit Demenz eingesetzt werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwei mögliche Behandlungsformen:
1. Behandlung mit Medikamenten
Antidementiva, Psychopharmaka oder Neuroleptika können verordnet werden, um die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen. Jedoch können diese Medikamente mit Nebenwirkungen verbunden sein wie z.B. Übelkeit, Erbrechen oder erhöhter Sturzgefahr aufgrund der beruhigenden Wirkung.
Gängige Medikamente zur Behandlung von Demenzerkrankungen (sog. Antidementiva) sind die so genannten Acetylcholinesterasehemmer wie Donezepil (Aricept), Rivastigmin (Exelon) oder Galantamin (Reminyl). Sie bewirken, dass im Gehirn wieder vermehrt Acetylcholin zur Signalübermittlung zur Verfügung steht. Durch den Untergang von Nervenzellen bei der Demenzerkrankung wird dieser Botenstoff nicht mehr ausreichend produziert. Die Medikamente blockieren die Abbauprozesse. So steht wieder mehr Acetylcholin zur Reizübertragung zur Verfügung.
Ein weiteres gängiges Medikament sind die so genannten NMDA-Rezeptorantagonisten (Memantine) die zu einer Verbesserung der Nervenzellfunktion führen und gleichzeitig die Zellen vor weiterer Zerstörung schützen sollen.
2. Nichtmedikamentöse Therapieansätze
Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten mit demenzkranken Menschen umzugehen. Die bekanntesten Therapieansätze sollen hier in aller Kürze genannt und erläutert werden:
Milieutherapie
Die so genannte Milieutherapie ist auf das Umfeld des Patienten - auf die dingliche Umwelt und die soziale Umgebung - ausgerichtet. Sie versucht, die Alltags- und Freizeitaktivitäten des Patienten zu fördern, ihn so weit wie möglich in das normale Familienleben einzubinden und eine einfühlsame und würdevolle Beziehung zwischen den pflegenden Personen und dem Kranken aufzubauen. Erleichtert werden kann dies durch eine überschaubare, stress- aber nicht reizfreie, sondern durchaus stimulierende Umgebung und einen konstant strukturierten Tagesablauf. Die häusliche Umgebung des Kranken sollte weitestgehend veränderungsfrei sein oder aber nur behutsam verändert werden. Sonst besteht die Gefahr, dass der Kranke zusätzlich verwirrt und verängstigt wird.
Zum "Milieu" gehören die Gestaltung der Räume, die gesamte "Akustik" und ein geregelter Tagesablauf. Der Wohnraum sollte in dezenten Farbtönen gestrichen und gut ausgeleuchtet sein. Laute Geräusche können durch Teppichböden gedämpft werden. Manchmal ist auch eine angenehme Hintergrundmusik sinnvoll. Außerdem sollte es feste Essens-, Beschäftigungs- und Bettzeiten geben.
Milieutherapie setzt somit auf verschiedenen Ebenen an:
- räumliche Gestaltung
- Kommunikation
- biografische Orientierung
- sinnvolle Tätigkeit
- Strukturierung von Raum und Zeit
- Rituale
- angemessene Rhythmus von Anspannung und Entspannung
- Beziehung Klient als Subjekt
- Klient und Angehörige sind Adressaten
Ziel: Lebenswelt anbieten die trotz der Defizite ermöglicht, Sicherheit, Anregung und Lebensqualität zu erfahren.
Realitätsorientierungstraining (ROT)
Das ROT wird in vielen Heimen angewendet. Dabei wird von den Pflegenden z.B. auf Tageseiten, den Ort, wo man sich befindet und die Namen der anwesenden Personen hingewiesen. Auf diese Weise könne Orientierung und Sicherheit der Erkrankten gefördert werden. Bei Kranken, die noch eine leichtere Form der Demenz haben, wird häufiger das Realitätsorientierungstraining im Vordergrund stehen, nicht zuletzt weil die meisten Kranken dies selbst wünschen. So fragen viele Kranke immer wieder, wie die Enkelkinder hießen, wie alt sie sind, welcher Tag heute ist oder welche aktuellen Ereignisse geschehen. Durch diese Fragen bitten sie, mit der Realität konfrontiert zu werden. Achtung: ROT sollte nicht in Form von Belehrungen oder Abfragen durchgeführt werden. Besser ist es, Hinweise und Fragen in normale Gespräche einfließen zu lassen.
Gedächtnistraining
Gedächtnis- und Hirnleistungstrainings dienen der geistigen Aktivierung von demenziell erkrankten Menschen. Themen der Trainingseinheiten können etwa Einkaufen, alte Kinderspiele, Kochen einer Gemüsesuppe, Arbeiten auf dem Land oder Reisen sein. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Übungen den Betroffenen Spaß machen, ihn nicht überfordern und zu Erfolgserlebnissen führen. Deshalb ist es unterstützender, wenn die Erinnerungen aktivieren werden, die im Langzeitgedächtnis abgelegt sind. Besonders geeignet sind somit das Wiederholen und Üben von alten Sprichwörtern und Redewendungen, das Gestalten von Fotoalben mit alten Familienfotos oder das Aufsagen von Gedichten und Liedertexten aus der Schulzeit.
Validation nach Naomi Feil
Der Begriff Validation ist aus dem Englischen valid (gültig) abgeleitet und ist eine Kommunikationsform die darauf beruht den anderen so zu akzeptieren wie er ist und Verständnis für ihn zu haben. Die Grundhaltung die dazu eingenommen werden muss, ist eine empathische (einfühlende) Sichtweise, in der es darum geht die Welt des demenzkranken Menschen zu betreten und seine Sicht der Realität zu akzeptieren.
Feil geht bei der Validation von zwei Grundtheorien aus. Erstens, jeder Mensch hat die gleichen Grundbedürfnisse (nach Maslow) und zweitens, in jedem Alter gibt es bestimmte Lebensaufgaben (nach Erikson) die bewältigt werden müssen. Gelingt das nicht, wird der Versuch unternommen zu einem späteren Zeitpunkt unbewältigtes aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, um Frieden und Heilung zu finden. Er wird beispielsweise frühere Rollen, von denen er sich damals nicht verabschiedet hat wieder einnehmen, um den Loslösungsprozess jetzt – im Nachhinein – zu meistern. Oder frühere, unerledigte Aufgaben werden wieder aufgenommen, um sie jetzt, in der eigenen Vorstellungswelt zu meistern. Emotionen, die ein Leben lang unterdrückt wurden, werden jetzt gelebt. Beispielsweise sucht eine ältere Frau ihr Kaninchen, das sie als Kind im Krieg bei der Flucht zurücklassen musste. Oder der demenzkranke Mensch sucht spricht mit seiner Mutter, die schon seit 40 Jahren tot ist.
Folgende Techniken werden bei der Validation angewendet:
- Kleine Entspannungsübungen helfen sich ganz auf den demenzkranken Menschen einzulassen
- Aktiv zuhören (Mimik und Gestik einsetzten, präsent sein)
- Fragen nach dem Warum für bestimmte Gefühlsäußerungen vermeiden. Der Betroffene kann sie meistens nicht beantworten und es gibt ihm das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen
- Die Aussagen zur Bestätigung wiederholen, um dem Betroffenen zu vermitteln, dass er richtig verstanden und gehört wurde
- Gemeinsam nach Lösungen suchen
- Mit klarer, sanfter Stimme sprechen, Augenkontakt halten, Berührung einsetzen
- Versuchen den emotionalen Gehalt des Gesagten zu verstehen und darauf entsprechend reagieren
Weiterentwicklung zur integrativen Validation nach Nicole Richards. Auch hier geht darum das Gefühl das inter einer Äußerung des Kranken steckt zu erkennen und zurückzumelden. Richards empfiehlt nun die wahrgenommenen Gefühle mit einer allgemeingültigen Aussage, zum Beispiel mit Hilfe eines Sprichwortes zu spiegeln. Wenn sich jemand geärgert hat könnte man somit antworten: „Ja, wie sagt man da so schön, Narrenhände beschmieren Tisch und Wände!“
Snoezelen
Angenehme Musik, ein weicher Untergrund und schillernde Lichteffekte sollen eine entspannte Atmosphäre schaffen und den demenzkranken Menschen beruhigen und in einen positiven Gemütszustand versetzen. Zudem soll es apathisches und aggressives Verhalten reduzieren und das Sprachvermögen anregen. Die Elemente sollten jedoch gezielt eingesetzt werden, sodass es zu keiner Reizüberflutung kommt. Vor allem die Menschen, die der Kriegsgeneration angehören, können mit ganz typischen Snoezelen Angeboten überfordert sein. Abgedunkelte Räume, überraschende Lichteffekte, rote Farben und Geräusche können eine Kriegserinnerung und damit Panikattacken auslösen.
Selbsterhaltungstherapie (SET) nach Barbara Romero
Zentraler Begriff der SET ist das "Selbst". Vereinfacht formuliert, umfasst das Selbst unser Wissen um die eigene Person und die Welt, unsere lebenslangen Erfahrungen und die daraus abgeleiteten Bedürfnisse. Ziel der SET ist, ein stabiles Selbst zu erhalten trotz fortschreitender Erkrankung. Damit soll sinnvolles Verhalten länger erhalten, störendes Verhalten vermieden und psychisches Leiden beschränkt werden.
Die zentralen Anteile des Selbst werden mit einer speziellen Interviewtechnik ermittelt und dokumentiert. Aus persönlich bedeutsamem Material wie Videos, Urlaubsfotos oder Zeugnissen wird dann eine "Erinnerungsmappe" hergestellt. Die Beschäftigung mit dieser Erinnerungsmappe - ständiges Üben und Wiederholen des biographischen und selbstbezogenen Wissens - stimuliert Lebenserinnerungen, welche stabilisierend wirken, z. B. weil sie
- das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl steigern können,
- helfen den Sinn und die Ziele des eigenen Lebens zu erkennen oder
- eine zeitweilige Distanz zu gegenwärtigen Problemen schaffen.
Wichtig sind außerdem
- ein gleich bleibendes Wohnumfeld,
- für kleine Erlebnisse sorgen, etwa einen Ausflug, ein Geschenk, eine Einladung oder einen Besuch beim Frisör und
- gleiche Bezugspersonen.
Aromatherapie
Im Alter verlieren viele Menschen ihren Geruchssinn ganz oder teilweise, insbesondere bei Vorliegen der Alzheimer-Krankheit. Gerüche sind eng mit Gefühlen verbunden. Bei geruchsblinden Menschen gehen Gefühle verloren und es besteht die Gefahr, dass sie an einer Depression erkranken. Um diesem Umstand vorzubeugen und Erkrankte in einen positiven emotionalen Zustand zu versetzten, wird versucht das Geruchsgedächtnis anzuregen indem dem Betroffenen verschiedene Düfte angeboten werden. Dabei ist es wichtig genau auf die Reaktionen zu achten, denn nicht jeder Duft wird als gleich angenehm empfunden und kann mit unterschiedlichen Emotionen verbunden sein. Eine gute Biografiearbeit kann helfen um herauszufinden, welche Düfte als positiv und angenehm empfunden werden. So erinnert der Duft nach Zimt meist an Weihnachten. Fichtenduft kann Menschen ansprechen die gerne im Wald spazieren gehen.
Biographiearbeit
Das Langzeitgedächtnis Demenzkranker bleibt relativ lange erhalten. Erinnerungen an Früher, an Ereignisse der Lebensgeschichte können mit Hilfe von alten Fotos, Geschichten, Schmuckstücken, dem Lieblingsparfüm wieder lebendig werden. Die Gespräche darüber regen den Geist an und fördern das Wohlbefinden. Wenn die Pflegenden die Lebensgeschichte der Erkrankten, Vorlieben und Abneigungen usw. gut kenne, so dann das das tägliche Leben sehr erleichtern.
Person-zentrierter Ansatz nach Kitwood
Jeder Mensch ist eine wertvolle und eigenständige Persönlichkeit und hat Anspruch darauf als er selbst anerkannt zu werden und als Teil der Gemeinschaft zu wirken. „Personsein“ jedes Menschen soll erhalten und bewahrt werden, indem mit einer positiven und konstruktiven Grundhaltung mit und an ihm gearbeitet wird.
Wichtige psychische Bedürfnisse eines (dementen) Menschen:
- Liebe als Grundbedürfnis
- Bindung zu anderen Menschen
- Trost besonders bei Verlust
- Identität des eigenen Selbst, Ich Struktur
- Beschäftigung je nach Interesse und Biografie
- Einbeziehung in ein soziales Leben
Handlungsempfehlungen:
- Akzeptieren den Menschen so wie er ist
- eigenen Willen behaupten lassen und Gefühle ausdrücken lassen
- Nähe und Wertschätzung bieten
- Selbstachtung erleben dürfen
- soziale Kontakte fördern
- Beschäftigung nachgehen die ihm vertraut sind
- Sinne stimulieren, genießen und entspannen lassen
- mit Humor arbeiten
- sichere und fördernde Umgebung schaffen
Als Ziel soll gelten das Verhalten nicht abzustellen, zu vermeiden oder zu bekämpfen, sondern dieses adäquat zu interpretieren und daraus Handlungen zu gestalten. Personen mit Demenz benötigen eine Stabilisierung ihrer Ich-Identität, um nicht verloren zu gehen. Menschen mit Demenz in ihrem vollen Menschsein anerkennen!
Musik- und Kunsttherapie
Für Demenzkranke können Zeichnen, Malen oder die Gestaltung von Materialien ein Weg sein, um Gefühle auszudrücken und zu Ruhe und Entspannung zu finden. Die kreative Beschäftigung mit Motiven, Formen und Farben ist anregend, kann die Konzentration fördern, Stress, Unruhe und Traurigkeit abbauen. Dies gilt auch für das Hören von Musik, das Singen und Musizieren.
Bewegung
Viele Demenzkranke sind körperlich mobil und haben einen großen Bewegungsdrang. Regelmäßige Spaziergänge halten mobil und bauen Unruhe ab. Die Begleitung können auch Freunde und Bekannte übernehmen. Dabei könne Gespräche über das, was den Spazierenden begegnet geführt werden. Alle Formen von Bewegung und Sport die dem Demenzkranken Freude machen, sind positiv für das körperliche Wohlbefinden und die Stimmung.
Die 10-Minuten-Aktivierung
Sie beruht auf der Erkenntnis, dass demenziell Erkrankte durch Gegenstände aus ihrer früheren aktiven Zeit stimuliert und ins Gespräch gezogen werden können. Sie ist somit eine Methode der Erinnerungsarbeit. Dem Kranken werden Gegenstände gereicht, die an frühere, glückliche Zeiten erinnern sollen und Wohlbefinden auslösen wie z.B. Küchengeräte oder Werkzeuge. Zudem können Abbildungen, Duftstoffe oder Tondokumente gewählt werden, zu denen der Erkrankte einen Bezug hat. Diese sollen ihn ansprechen und ihn zumindest kurzfristig aus seiner Welt der Apathie zurück in die Welt sozialer Kontakte bringen.
Tanztherapie
Tanzen hilft verschüttete Erinnerungen zum Leben zu erwecken und vermittelt Würde und Selbstwertgefühl. Die Tanztherapie bei Demenzkranken knüpft dabei an Fähigkeiten an, die im Gehirn noch vorhanden sind. Dazu zählen zum Beispiel alle Erfahrungen die im Zusammenhang mit Musik und Tanzen stehen, die man in der Jugend gemacht hat und die lange Zeit abrufbar bleiben. Während das intellektuelle Gedächtnis im Verlauf der Krankheit verloren geht, bleibt das emotionale Gedächtnis unbeschädigt. Musik und Tanz rufen Gefühle wach, die an frühere, glückliche Zeiten erinnern. Durch solche komplexe Aktivitäten wie Tanzen, werden im Gehirn ausgedehnte Strukturen neu belebt, die vorher gewissermaßen eingeschlafen waren.
Doch Tanzen ist nicht nur ein wichtiges Therapieinstrument, es wirkt auch vorbeugend gegen das Verarmen der Nervenzellen in der Großhirnrinde, die für Gedächtnis, Denkvermögen und Sprache verantwortlich sind. Körperliche Aktivitäten allein – das haben wissenschaftliche Studien ergeben – stimulieren zwar den Stoffwechsel im Gehirn, können den Untergang der Nervenzellen aber nicht verhindern, das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung also nicht senken.
Basale Stimulation nach Fröhlich
„Basal“ bedeutet Basis der Wahrnehmung und „Stimulation“ kann mit Reiz oder Anregung übersetzt werden. Berührung ist ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens. Für Menschen die über Worte und Gesten nur schwer zu erreichen sind, gewinnt die Kommunikation über Berührung immer mehr an Bedeutung. Basale Stimulation ist eine Methode die Berührung bewusst einsetzt, um Menschen mit Demenz in ihrer Welt zu erreichen.
Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, wenn demenzkranke Menschen der Reizverarmung begegnen, indem sie sich selbst stimulieren. Um Informationen über den eigenen Körper und die Umwelt zu erhalten, schreiten sie gleichsam zur Selbsthilfe. Typische Beispiele sind
- Nestelbewegungen auf der Bettdecke,
- Reiben und Kratzen auf der eigenen Haut,
- Kratzen mit den Fingernägeln auf dem Tisch und
- Schaukeln mit dem Oberkörper.
Körperstimulation
- Deutlicher Druck bei der Körperpflege (Waschen, Abtrocknen, Einreiben, Massieren); Richtung: vom Körperstamm zur Peripherie
- Erweitertes Reizangebot durch Wechsel der Wassertemperatur, verschieden harte Waschlappen, Schwämme und Handtücher, diverse Waschzusätze
- Förderung der Körperwahrnehmung durch gut sitzende und vollständige Kleidung (einschließlich Unterwäsche)
Anregung des Gleichgewichtssinnes
- Schaukeln im Schaukelstuhl
- gemeinsames Ausführen rhythmischer Bewegungen (z.B. Tanzschritte)
- Wiegen des Kranken im Arm des Betreuers
Haptische Stimulation (Tast- und Greifsinn)
- Greifen unterschiedlicher Materialien
- Hände unter fließendes Wasser halten
- Sich selbst eincremen
Vibratorische Anregung
- Halten einer elektrischen Zahnbürste, eines Elektrorasierers oder ähnlich vibrierender Gegenstände mit der Hand
Orale Stimulation
Besonders wichtig für Patienten, die künstlich ernährt werden, aber auch für Personen mit Schluckstörungen, um deren Gefühl für den Mundbereich zu fördern und zu erhalten.
Regelmäßiges Bestreichen von Lippen, Zähnen, Zunge und einem Teil des Gaumens mit den Fingern oder einem großen Wattetupfer (z.B. bei der Mundpflege)
- Fördern von Lutsch- und Schluckbewegungen durch harte Brotrinden, Bratenkruste oder Kaugummi
Olfaktorische Stimulation
Vertraute Gerüche fördern die Erinnerung!
- Körperpflege mit Parfum, Deo oder Rasierwasser, das dem Kranken lieb und vertraut ist
- Anregung des Geruchssinnes durch Blumen, ätherische Öle und Essensdüfte. Sie überdecken den mitunter typischen Geruch der Betreuungseinrichtung und verbessern so die Atmosphäre.
Visuelle Stimulation
- Mobiles, Poster und Bilder mit kräftigen Farben sowie leicht erkennbaren Motiven
- Fotos aus dem Privatleben des Patienten.
