Stadien und Krankheitszeichen
Eine Sucht entwickelt sich typischerweise über mehrere Stadien:
Missbrauch wird definiert als übermäßiger Konsum einer Substanz, so dass es zu körperlichen und/oder psychischen Schäden kommt.
Im Stadium der Gewöhnung stellen sich Psyche und Körper auf den Umgang mit der schädlichen Substanz ein: Der Konsum der Droge wird zur psychischen Gewohnheit. Als Folge der körperlichen Gewöhnung muss die Dosis gesteigert werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen.
Die Gewöhnung kann zu psychischer und körperlicher Abhängigkeit führen, der Betreffende ist süchtig geworden.
Bei psychischer Abhängigkeit verliert der Süchtige das Interesse an seiner Umwelt. Er hält Kontakte nicht mehr aufrecht und zieht sich zurück. Später kommt es oft zu Verwahrlosung und Apathie. Das Verlangen nach der Droge ist unbeherrschbar. Der Süchtige hat seinen Drogenkonsum nicht mehr im Griff.
Körperliche Abhängigkeit zeigt sich in erster Linie durch Entzugserscheinungen beim Wegfall der Droge. Diese Entzugssymptome sind substanzspezifisch und können sich in verschiedenen körperlichen Symptomen wie Schwitzen, Zittern, Darmkrämpfen und epileptischen Anfällen äußern. Außerdem kann es beim Drogenkonsum zu körperlichen Begleiterscheinungen kommen, die je nach Droge unterschiedlich sind. Häufig sind:
- Organschäden (z.B. Leber und Herz)
- Venenentzündungen und Hautkrankheiten
- erhöhte Infektanfälligkeit
- Zahnschäden
- Nervenschäden (z.B. Taubheit und Kribbeln an Händen oder Füßen)
Da Drogen auch auf das zentrale Nervensystem wirken, können sie zu so genannten Psychosen führen. Psychose ist ein Sammelbegriff für psychische Erkrankungen mit Realitätsverlust, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Bewusstseinsstörungen, Störungen des Denkens und der Gefühlswelt.
