Entwicklungsgeschichte des Demenzzentrums Lichtblick
Das Demenzzentrum Lichtblick wurde im Jahr 2006 durch die Juliusspitalstiftung gegründet. Als Landes-Modellprojekt (Bayern) wurde es damals vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie von der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände gefördert.
Das Modellprojekt Demenzzentrum Lichtblick wurde gegründet, um eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und an der Versorgung Demenzkranker beteiligten Professionen und Institutionen für den ambulanten Bereich zu schaffen. Hilfesuchende, Angehörige aber auch Mitarbeiter aus den verschiedenen Einrichtungen erhielten durch die Koordinationsstelle Auskunft über die in ihrer Region bestehenden Dienstleistungen und Entlastungsmöglichkeiten und konnten sich darüber hinaus rund um das Thema Demenz informieren und aufklären lassen.
Für die beiden Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld konnte somit ein tragfähiges und multiprofessionelles Netzwerk aufgebaut werden, Angehörige erhielten kostenfreie Hilfe und Unterstützung und die Öffentlichkeit wurde durch zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Demenz sensibilisiert, sodass die Versorgungsstrukturen für demenzkranke Menschen, deren Angehörige und Profis langfristig verbessert werden konnte.
Seit ersten Januar 2009 setzt das Demenzzentrum Lichtblick seine Arbeit in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Schweinfurt e.V. fort und wird seither vom Bezirk Unterfranken als Bezirks-Modellprojekt (Unterfranken) gefördert.
Das Demenzzentrum Lichtblick der Juliusspitalstiftung in Münnerstadt arbeitet somit für das Bezirks-Modellprojekt „Gerontopsychiatrische Vernetzung in der Region Main-Rhön“ und ist weiterhin zuständig für die Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.
Mit der Änderung der Kostenträger, haben sich auch die Aufgabengebiete des Demenzzentrums erweitert, nämlich um die Krankheitsbilder der Depression, Sucht- und Angsterkrankungen im Alter. Man bezeichnet alle diese psychischen Krankheiten im Alter als gerontopsychiatrische Erkrankungen und spricht in der Medizin deshalb von der Fachrichtung der Gerontopsychiatrie (griechisch: Greis und Seelenheilkunde).
Die Hauptkoordination und die Trägerschaft des Modellprojektes liegen beim Diakonischen Werk e.V. in Schweinfurt. In gemeinsamer Zusammenarbeit des Demenzzentrums Lichtblick und dem Diakonischen Werk Schweinfurt e.V., sollen die ambulanten Versorgungsstrukturen der Modellregion III (Main-Rhön) in Unterfranken noch weiter verbessert werden, um die Betreuung und Pflege durch Angehörige und Profis in gewohnter und vertrauter Umgebung auch bei gerontopsychiatrischen Erkrankungen möglichst lange sicherzustellen.
